Mittwoch, 1. Oktober 2008

WAR Spielerlebnis - Order vs. Destruction

Gestern hatten mein Kumpel und ich noch einmal die Gelegenheit mit dem Account eines Bekannten ein wenig zu experimentieren. Zuerst zockten wir auf einem geklonten (Core)-Server noch mal einen Greenskin Shaman an und schafften es das erste Chapter abzuschließen ohne einmal in ein Szenario zu gelangen, obwohl wir uns bereits kurz vor Level 3 anmeldeten. Ansonsten war das Questerlebnis ganz ok, zumal jetzt schon einige Questen bekannt waren und man so wesentlich fixer durchquesten konnte.

Anschließend testen wir auf einem Releaseserver mal kurz einen Runenpriester an und ich muss sagen das mir der optisch auch sehr gut gefällt. Hier ist das Uncanny Valley ebenfalls nicht so stark ausgeprägt wie mir das bei den hochgewachseneren Rassen unangenehm aufgefallen ist.
Anschließend habe ich dann eine Sigmarpriesterin angetestet und habe mich ganz frech sofort für ein Szenario angemeldet. Ich habe es nicht einmal geschafft die erste Killquest, bei der ich lediglich 3 Mobs umkloppen musste abzuschließen bevor ich schon dem Szeanrio joinen konnte. Während des Szenarios erreichte ich Stufe 2 und Renown Rank 2, draußen fix die killquest fertig gemacht, neu angemeldet, da poppte schon das nächste Szenario auf schnell noch die Quest vom ersten Szenario abgegeben und die nächste angenommen und wieder beigetreten und so setzte sich das Spielchen fort.

Es ist wirklich erstaunlich, wie stark sich schon nach nicht einmal einem Monat das Spielerlebnis so kolossal unterscheidet abhängig davon ob man auf einem „alten“ oder „neurem“ Server spielt und welche Fraktion man spielt - das ist einfach nicht zu vergleichen und fühlte sich wie ein ganz anderes Spiel an. Als Sigmarpriester habe ich kaum mehr als 3 Bildschirme im Stargebiet gesehen dafür hatte ich massig Action in den Szenarien und habe XP wie verrückt gemacht und war in Rund 20min Spielzeit schon Level 3, während wir als Shamane auf einem geklonten Server in relativer Einsamkeit vor uns hingequestet haben. Ich fand diesen krassen Unterschied fast schon erschreckend und es zeigt halt wie wichtig Fraction Balance innerhalb eines auf PvP ausgerichtetn Spiels sind. Nicht nur was die Fähigkeiten der Klassen angeht sondern auch Anzahl, um damit Quetimes klein zu halten. Man erinnere sich wie viel die Realmpools mit ihren shared Battlegrounds für das WoW PvP erlebnis gebracht haben. Vorher war es eine rechte Qual und man muss dabei bedenken, dass man bei WoW immer noch ein Spiel mit größerem PvE Schwerpunkt vor sich hatte. Hier hat Myhtic auf jeden Fall noch Bedarf an Nachbesserung um dieses Problem adäquat zu lösen, wobei ich mir das ganze schwer vorstelle bei den Zahlen die ich so gehört habe. Wenn es halt 50% mehr Destruction Spieler gibt, dann ist die Nachfrage nach Szenarien dort einfach höher, unabhängig von der direkt unmittelbaren Nachfrage auf einem einzelnen Server. Wenn dieses Problem nicht baldigst gelöst wird, dann könnte sich Mythic mit den geklonten Server sogar stärker ins Aus geschossen haben als es überhaupt Nutzen generiert hat. Ich bin gespannt wie das sich entwickelt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich möchte mal kurz den Umstand des Balancing zwischen den Fraktionen aufklären.
Es gibt für beide Seiten unabhängige Warteschlangen. Wenn die eine Seite zahlenmässig unterlegen ist, kann die andere Seite nicht einloggen und umgekehrt.

Warum man auf einem geklonten Server nicht in die Lowlvl Szenarios kommt, ist dadurch zu erklären, dass dort kaum Lowchars existieren. Geclont heißt, dass ein anderer Server komplett kopiert wurde und ich meinen bereits angefangenen Char dort weiterspielen kann. Weiterhin sind diese Server auch erstmal nicht in der Liste der empfohlen unterbevökerten Server, um die Entwicklung der Population abzuwarten.

Grüße
Moregod

CampMaster hat gesagt…

Du erzählst mir nichts neues. Ich bin mir dessen bewusst das es für beide seiten unabhängige Quelisten gibt die auch noch mit einer 10% Abstandsregel funktionieren.

Ich weiß auch das ein Server in dem Moment wenn er geklont wird einach ein Snapshot gemacht wird und die Progression quasi eingefroren wird und du dann zwei von einander unabhängige Chars mit gleichem Namen hast.

Das Ändert aber nichts an der Tatsache, das offizielel Zahlen aussagen das über alle Server (bin mir nicht sicher ob GOA damit berücksichtigt wird) die Destruction-Fraktion eine Population von der handerhlabfachen Größe der Order Fraktion hat. Oder anders ausgedrückt. Auf 2 Ordis kommen 3 Destros.

Da Also das Cueing Problem Primär auf Destruction Seite besteht und diese die längeren Wartezeiten beim Einloggen und Szenarien haben - ist dieses Problem auf geklonten Serveren noch VERSTÄRKT worden, da die Ordis ja schön blöd wären auf einen leeren Server zu wechseln, wo sie doch dort keine Vorteile haben, eher noch Nachteile weil dort weniger Spieler sind und dort ihre Wartezeiten auf Szenarien ansteigen würde.

Ich meine ich habe es ja selbst getestet und wie gesagt das fühlt sich an wie zwei völlig andere Spiele.

CampMaster hat gesagt…

Nachtrag:

Ach ja irgendwie ist das falsch rüber gekommen. Natürlich ist auf den geklonten Servern das Problem mit der Initialen Einloggzeit behoben auch für Destruction Spieler, dafür hat man aber das Problem mit den Wartezeiten auf Szenarien, also einen Teil des zentralen Spielinhalts (PvP), verlängert.

Eines noch zu der Klassenbalance. Die Sache mit den Quelisten ist keine schlechte Idee und sicherlich ein wichtiger Grundpfeiler, aber IIRC greift diese Mechanik nur zur Primetime, wenn quasi der Server ausgelastet ist. Ausßerhalb der Primetime dürfte sich das Ungleichgewicht stärker niederschlagen, da ich einfach von einer homogenen Spielerdemographie ausgehe.