Montag, 20. Juni 2011

Khalen ist nun Ork! Lok’tar ogar!

Wie dumm ich doch gewesen bin. Anders kann ich es einfach nicht sagen. Damals in Wrath war ich gegen Ende ausgebrannt. Nachdem sich 3 Gilden in denen es mir gefallen hat und in den letzten beiden konnte ohne weiteres durchaus erfolgreich geraidet werden - einfach zerlegt hatten, hatte dies auch an meiner Lust einige Spuren hinterlassen. Auch wenn ich gegen Gildendramen wesentlich resistenter geworden bin und es als ein durchaus natürlichen Prozess betrachte, so ist doch jede neue Gemeinschaft wieder eine neue „Aufgabe“. Damals fühlte ich mich in meiner vierten Wrath-Gilde einfach nicht sonderlich wohl und meine Motivation mich dort einzuleben und anzupassen war viel zu gering, zumal ich eben das Gefühl hatte, irgendwie passe ich da nicht so recht hin, was bei den vorigen Stationen eben gar nicht der Fall gewesen ist, auch von Sekunde 1 schon nicht.

Aber ich schweife ab. Zurück zu Thema. Ich war ziemlich Dumm. Denn aufgrund der mangelnde Motivation und der Befürchtung das Blizzard aus meiner Lieblingsklasse zu sehr meine Hasseklasse #1 den Schurken baut da ich mit der Klassenmechanik nie warm geworden bin, war ich einfach zu intolerant und habe Blizzard nicht einmal die Chance gegeben mich wirklich zu enttäuschen.
Nachdem sich Rift wie man hört in ein reinstes Makrofest verwandelt hat und jede DPS-Klasse da derzeit mit maximal 2 Makros gespielt werden kann, wollte ich mir jetzt wo der Mainchar quasi in den Startlöchern steht und der Farmdruide sich nunmal wie ein Schurke spielt mir immer nur eine Zeitlang Spaß macht, habe ich nun meinen damals so sehr geliebten Hunter wieder ausgegraben.
Und was soll ich sagen – HAMMER!!! Ich habe bislang zwar nur als Marksmen (MM) gelevelt, aber da dies derzeit auch DIE Raidskillung ist, reicht mir das vollkommen.

Das ganze spielt sich gewohnt gut, wie ein Hunter eben, nur dass es jetzt einen Spritzer Furykrieger mit bekommen hat. Ich bin immer noch voll geflashed. Hätte nicht gedacht das man aus dem Fokuskonzept einen Spielstil rausholen könnte der sich so komplett anders anfühlt als ein Schurke.
Ich hatte befürchtet, dass durch das Wegfallen von ArP die ganze Sache zu simpel werden würde, aber es gibt mit Mastery ja auch einen neuen Statuswert und mit dem Reforging kann man schön rumspielen. Neben dem altbekannten Hitcap jonglieren ist Haste jetzt etwas bei dem man sich wieder mehr Gedanken machen muss vor allem im Bezug auf Proccs und dicke Hastebuffs wie Heroism/Bloodlust und Rapid Fire. Das ist alles sehr vielversprechend, denn ich steh auf solche Zahlenspiele.^^

Für einen MM gibt es abhängig von der Skillung nun 3 bis 4 Phasen die Auswirkung auf seine Prioritätenliste haben, ebenso wie besagte Hastebuffs die Prioliste verschieben. Zusätzlich muss man durch eine bestimmte Schussfolge einen wichtigen Selfbuff aktiv halten, und der Signitureshot (CS) ist auch möglichst exakt auf CD zu halten und nebenbei auch noch Fokusdumpen, wobei dynamische Proccs das Ganze auch nochmal verschieben und man seine Rota anpassen muss.

Wenn man das grundsätzliche Konzept verstanden hat, dann lassen sich auch jetzt schon passable DPS rausdrücken. Dennoch hat man es gut geschafft ein „easy to learn & hard to master“ beim MM Specc umzusetzen. Es wird einige Zeit brauchen bis ich durch Routine und durch das genaue kennen der Kämpfe sowie durch viel Übung in Instanzen und der Puppe, ein für mich persönliches Optimum erreiche. Derzeit passieren mir noch massig Fehler, in der Regel mehrere pro Boss oder Trashgruppe.
Da bleibt Fokus ungenutzt, da vergeht zu viel Zeit beim Anvisieren ein neuen Ziels (eins meiner größten Probleme im Gegensatz zu früher fühlt sich das ganz schön anders an), Da bleibt ein benutzbarer CS zu lange ungenutzt, da vergesse ich Rapid Fire, beim Aimed-Fokusdump während der CA-Phase fällt mein ISS Buff. Baustellen über Baustellen. Aber das motiviert natürlich auch ungemein, dass ganze besser zu beherrschen.

Inzwischen ist der Gute 85. Ich bin für 85ger Heroics hitcapped (nicht für Raids) und mein Itemlevel beträgt 343. Mal schauen wie lange ich brauche bis ich ZA und ZG gehen kann. Ich denke aber, dass ich innerhalb dieser Woche sicherlich irgendwo den einen Punkt auftreiben werde um die Zandalari Instanzen gehen zu können. Derzeit habe ich mir jetzt auch noch eine BM Skillung zugelegt die sich recht gut dafür eignet Instanzen zu gehen und guten Schaden zu liefern wenn man mal die Selee etwas baumeln lassen möchte, da sie sich um einiges entspannter spielen lässt.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Ein Statusbericht

Mein neuer Mainchar Adarga@EU-Thrall ist nun raidready. Mit all den neuen Optionen die einem durch ZA und ZG zur Verfügung stehen, sollte das eigentlich kein Problem sein. Mein Equipment ist derzeit nahezu pre-Raid BiS. Sicher hier und da könnte man sicher mit Valorpoints noch kleine Upgrades fahren, aber wöchentliches Cap ist wöchentliches Cap, schneller geht es nunmal nicht. Das Equip ist auch mit guten Enchants versorgt, inkl. der Ringe. Lediglich Jewelcrafting ist erst auf 325, weil es mir nicht so wichtig ist das ich das koste was wolle pushe. Das wird durch mein zweites Projekt derzeit früher oder später erledigt.

Das Zweitprojekt heißt Tauren-Farmdruide: Herbalism & Mining. Derzeit ist dieser mit seiner 60ger Flugform dabei die letzten Questen in den Zangarmarschen zu absolvieren. Also irgendwas um Level 65 rum.
Derzeit staune ich immer wieder wie gut es sich mit dem Druiden leveln lässt. Die frühe Flugform und wirklich krasse Katzendps + Heilung (sofern überhaupt nötig) auf einer eigentlich komplett brachliegenden Resource sind wirklich enorm.
Zusätzlich dazu die Rassenfähigkeit der Tauren die Kräuterkunde noch einmal zusätzlich verbessert und obendrein gibt es jedesmal auch noch einen Fetten Batzen XP – einfach Traumhaft.

Die nächsten Ziele heißen also Druiden weiterleveln, Dadurch Jewelcrafting auf dem Main pushen, Valor Points farmen und der versuch eine funktionierende 10er Raidgruppe aufzustellen, weil wir mit Bordmitteln das nicht komplett alleine stemmen können.

Dienstag, 31. Mai 2011

Zul’Gurub (85, Cata) review

Blizzard strikes again! Zul’gurub war die zweit älteste Raidinstanz die das Spiel zu bieten hatte und war damals seiner Zeit weit Voraus, Questen, Repgrind, Spezialrezepte, Freiluft Instanz => reiten war also möglich, Multiwinged => jeder Boss war frei zugänglich, die ersten Hardmodes die das Spiel kannte: Hakkar mit und ohne Priester, der erste kleine Raid mit 20 statt 40 Mann, Lootabdeckung die mehrere Raidtiers überdauerte, Raremounts, Beschwörbare- und Randombosse: Gaz’rankah und Edge of Madness.
Oder kurz gesagt ZG hatte damals schon verdammt viel Innovatives und ja ich bin ein großer ZG Fan.

Stranglethorn ist vom Cataclysm nicht verschont geblieben und auch Zul’gurub hat ordentlich was abbekommen. Hinzu kommt das die Zandalari nun die neuen Chefs hier sind welchen man nun im Auftrag der Darkspears in den Hintern tritt.

Bosstechnisch haben wir auf jeden Fall 3 Bosse abgespeckt. Der Bat-Aspect und der Tiger-Aspect mussten gehen, ebenso wie der Spider-Aspect.
Beim Bat-Aspect vermisst man nichts, weils damals schon ne echt verdammt schnarchige Nummer war und der Trash spannender als der Boss gewesen ist. Die beiden anderen Aspekte vermisst man schon mehr. Beide Encounter basierten aber auf Multitanking was in einer 5er eher nicht praktikabel ist wenn man jedem Setup eine Killchance einräumen möchte und aus dem gleichen Grund fällt die Möglichkeit eines Ranged Tanks ebenso flach weil dann pure Melee-Gruppen angeschmiert wären.
Da der Fun-Faktor bei Mar’li dem Spider-Aspect idR aber sowieso exploitet wurde (Shader Effekte abstellen), wäre dann auch nichts mehr von der Bossmechanik übrig geblieben. Bei Thekal das gleiche 2,5 Tanks und 2 Heiler waren damals eigentlich Pflicht. Wenn man diese raus kürzt bleibt nur noch die Hopsmechanik über, die man aber inzwischen aber schon bei Stonecore Trashmobs besser implementiert hat bzw beim Endboss Vortex Pinnacle zum zentralen Element umgebaut hat.

Kommen wir aber nun zu dem was geblieben bzw. was neu ist. Venoxis der Snake-Aspect hat tüchtig zugelegt. Während er früher ne halbe Portion war kann man ihn jetzt einen richtig guten Encounter bzw. Mini-Raidboss nennen.

Blizzard hat es wirklich geschafft in ZG das inzwischen essentielle eines Raids auf 5er Content zusammen zu dampfen. Dickes Respekt dafür.

Es fängt schon dabei an das die beiden letzten Trashgruppen vor dem Boss schon die Mechaniken von 2 der 3 Phasen des Bosses erklären. Ich meine wie geil ist das denn? Und dann geht echt die geile Show ab. Der Boss wirkt einen Zauber welcher auf dem Boden aus dünnen Giftspuren einen Irrgarten aufbaut, abweichen vom Wege wird mit dem Tode bestraft. Er wirkt auf zwei DDs einen Toxic Link dann müssen die beiden Spieler die durch einen dicken gut sichtbaren Partikelstrahl gekennzeichnet sind auseinanderlaufen und dabei zusätzlich auf den Irrgarten zu ihren Füßen achten. Fehler werden – mit dem Tode bestraft. Desweiteren wirkt der Boss zauber die gut Schaden machen, interrupts sind hier opportun um Heilermana zu sparen und Tanklebenspunkte zu konservieren, so erhält der Heiler evtl. Zeit kleine Fehler der DDs auszubügeln.
Dann Phase 2, DDs haben jetzt erstmal etwas Pause das ist die Tankmovement phase. Es gibt ordentlich Melee Schaden auf den Tank, Blocks und Trinkets können jetzt gezündet werden hinzu castet der Boss einen kegelförmigen Front-AE aus dem man als Tank raustreten sollte, kleine Fehler schmerzen und kosten Heilermana, mit dickeren Fails killt sich Tank selbst.
In Phase 3 heißt es jetzt Movement für alle (bzw. mindestens 3). Der Boss springt zurück auf seine Giftbedeckte Plattform und castet einen Spruch der unter drei Random-Spielern eine Giftfläche erschafft die anschließend diesen eine Zeitlang verfolgt während dieser durch den Irrgarten flieht. Clevere Leute suchen sich am Anfang der Phase während der Boss noch castet einen Punkt, so dass sie eine möglichst lange entspannte Flucht haben, Noobs (80% aller Randomspieler) lassen sich an Ort und Stelle killen, laufen in Panik in eine Irrgartenwand oder lassen sich vom Effekt eines anderen Spielers killen.
Da es sich quasi um den ersten Boss handelt wird dieser von b00ngruppen ausgelassen oder man wechselt mehrfach einen Großteil der Besatzung aus.
Der Bossfight ist einfach super gelungen. 3 klare Phasen jeweils nur eine zentrale Mechanik. Für alles hat man locker ausreichend Zeit zum reagieren und wer PHAILED! ist sofort erkennbar.

Boss 2 – Mandokir ist Back. Die langweiligen Parts wie: hämmere auf deine ESC-Taste sind raus dafür wird die Geistermechanik wichtiger.
Der Kampf ist ein Burndown bei dem es um zwei Dinge geht. Mandokir umklatschen bevor er die komplette Gruppe auslöscht und seinen Raptor Oghan durch Stuns und Snares und dicken Schaden daran zu hindern die Geister zu vernichten, da jeder getöte Geist effektiv die verfügbare Zeit bevor die Gruppe automatisch wiped verkürzt.
Während man dies bewerkstelligt muss man lediglich Raidregel 2b befolgen und von dem orangen Leuchten am Boden weggehen.
Auch hier failen unglaublich viele Randoms, weil sie zu wenig Schaden machen und zusätzlich die DDs den Raptor nicht entsprechend kontrollieren.
Die Grundidee des Kampfes ist durchaus cool und IMHO besser als die alte Variante, ein klein wenig problematisch ist lediglich, dass einige DD-Klassen durch die Mechanik mehr behindert sind als andere. Primär sind DoT-Klassen und welche die irgendwelche Buffs hochfahren müssen hier etwas im Hintertreffen, während einige Burstklassen hier stark die Nase vorn haben wenn sie den Dmg Buff nach einem Geisterrezz erhalten.
Egal was einige meiner Kumpels sagen, ich finde den Encounter wesentlich besser als früher, damals konnte man die Enragemechanik quasi aushebeln und den Boss „Todheilen“ bei dem neuen Encounter liegt die Last primär auf den DDs und sekundär auf der gesamten Gruppe um nicht unnötig die Geister aufzubrauchen. Richtig gespielt ist der Encounter mehr als simpel. Dennoch ist die Bandbreite hier enorm groß. Ich habe schon Kills gehabt bei denen noch 4 Geister am Leben waren, und habe Wipes erleben müssen wo Mandokir bei 57% Restlebenspunkten die Gruppe im Enrage (weil keine Geister mehr da) zerlegt hat.

Der neue Panther-Aspekt Fight ist ganz ok. Auch wenn die Mechanik verändert wurde ist der Spirit doch erhalten geblieben. Grundsätzlich kann man den Kampf in zwei Varianten spielen. Mit extrem dickem Gear und krassen DPS kann man sicher einfach den Boss wegnuken und kümmert sich nicht um die Adds, das wird mit steigendem Gear mit dem altern dieses Addons irgendwann die normale Taktik sein. Momentan sieht es so aus, dass man kontrolliert die 16 Panther Adds killt bevor der Boss auf 50% fällt und damit in die zweite Phase eintritt und automatisch alle Adds aktiv werden und in den Kampf eingreifen. Der Boss selbst verwandelt sich wie damals in seine Pantherform vanished immer wieder um dann Spieler von hinten anzuspringen und mit höherer Schlagfolge auf Ziele einzudreschen.
Ein immer noch guter Encounter der primär ein Heilergearcheck ist, aber dennoch den Tiefpunkt der Instanz darstellt.

Auch das Edge of Madness hat überlebt und bietet für Leute mit Archäologieein Schmankerl, indem sie einen zusätzlichen zufälligen Boss beschwören können. Bislang habe ich drei verschiedene davon gesehen und auch diese haben ihren Charm von früher bewahrt oder sind sogar noch etwas cooler geworden, schade nur das die Phantommonster kleiner geworden sind, damals waren die riesigen Teufelssaurier schon sehr geil. Naja seis drum. Dieser Zusatzboss droppt bis zu zwei Items wovon in der Regel eines aus seiner recht kurzen Dropliste besteht (meist nur zwei Items) und eines aus einem gemeinsamen Lootpool. In diesen Listen finden sich wirklich einige rare Stücke, die mit Abstand für eine Speccs und Slots das beste darstellen was man aus 5er Instanzen haben kann und verleihen der ganzen Sache einen zusätzlichen Wert.

Jindos alte Ecke wird jetzt von Zanzil bewohnt. Auch hier erklären praktisch die letzten paar Trashpulls vorm Boss nahezu alle Bossmechaniken.
Der Kampf hat eigentlich 4 Elemente die es zu meistern gilt. Wenn Zanzil mit Toxic Gas Phiolen um sich wirft, dann rennt man zum grünen Zauberkessel und holt sich einen Schutztrank ab. Wenn ein Trollberserker wiederbelebt wird, dann kümmern sich vorzugsweise die Fernkämpfer mittels des Frostzauberkessels um die Kontrolle und Beseitigung des Berserkes während dieser ein bestimmten Spieler verfolgt der diesen kitet (sofern nötig).
Wenn Zanzil eine Zombiarmee wiederbelebt dann nimmt ein Spieler (idR der Tank) sich den Feuerzauberkessel und vernichtet damit die Zombiearmee. Zusätzlich wirkt Zanzil bisweilen noch „Zanzil Fire“ eine Blauweiße Feuerspur die eine Zeitlang nachbrennt in Blickrichtung, welche massiven Schaden anrichtet, hier heißt es für jeden Spieler aufpassen und ausweichen.
Für mich auf jeden Fall der drittbeste Encounter der Instanz, auch hier hat es Blizzard wieder geschafft das Feeling eines Raids einzufangen und in eine 5er zu konvertieren.



Als letztes geht es noch zu Jin’do the Worldbreaker, der jetzt den Ersatz-Hakkar gibt (welcher in der zweiten Kampfphase in der Spiritphase eine Gastrolle spielt).
Die erste Phase ist dabei von der Mechanik eigentlich verdammt simpel. Tank & Spank mit der zusätzlichen Würze das der Boss eine Schutzblase wirkt in dem er den Schaden massiv reduziert wird. Für den Tank heißt es nun den Boss aus dem Schutzschild zu ziehen und anschließend mit der gesamten Gruppe in dem Schild zu stehen, weil er für einige Zeit Schattenblitze castet welche massiven Schattenschaden anrichten, Die Schutzblase reduziert diese um 90% oder 80% auf lediglich 10k herunter oder so. Da es sich um Kettenblitze handeln sind Movmentfehler tödlich, auch muss der Tank aufpassen das er sich genau an den Rand der Zone stellt damit der Boss den Schutzschild nicht auch erhält. Für Melees ist der Kampf in dieser Phase recht locker, caster werden durch das Schutzschild massiv behindert.
Dies ist jedoch alles nur Präludium für die eigentliche wichtige zweite Phase des Kampfes.
Die ganze Gruppe wird nun auf die Geisterebene verfrachtet. Hier gilt es nun die Schlösser an 3 Ketten zu vernichten. Dies sind jedoch jeweils von einem Schutzschild geschützt das durch Spielerfähigkeiten nicht zu knacken ist. Hierzu bedarf es eines Tricks. Man pullt die Geister der zuvor auf dem Weg zum Bosskampf erschlagenen Wächtertrolle in den Kampf. Dies springen von Zeit zu Zeit einen zufälligen Spieler an und richten recht dicken Schaden an, der Einschlag dieser Fähigkeit kann aber die Schutzschilde zerbrechen. Grundsätzlich gilt es nun 3 dieser Sprünge abzuwarten und den jeweils angesprungenen an einem noch aktiven Schutzschild zu positionieren diese aufzubrechen und anschließend die Kettenschlösser zu vernichten. Damit sich dies nicht so ganz einfach gestaltet erhöht sich der Schaden eines solchen Berserktrolls nach jedem Sprung erheblich. Aber da dies primär nur den Heiler stressen würde gibt’s auch für den Rest etwas. Die Kampfläche wird permanent mit Schattensplittern beschossen. Der Einschlagspunkt wird durch einen raucheffekt angezeigt und man hat eine Menge Zeit aus dem Wirkungsbereich zu treten, Versagt man dabei gibt’s zusätzlich zum Schaden auch noch zusätzliche Geisteradds die einen Debuff für zusätzlichen Schaden mit ihren Schlägen verteilen, daher kann der Tank die nicht einfach ansammeln und müssen daher von den DDs gekitet und gekillt werden, zusätzlich spawnen diese Adds mit verstrichener Zeit auch ganz ohne Fehler von alleine und die Spawnrate nimmt immer mehr zu und dienen damit also als Enragetimer des Encounters.
Der Encounter wird damit durchaus komplex gerade für vielfach unterforderte DDs, da sie kiten und killen müssen, aus Schadenseffekten treten müssen, sich nicht von den Adds hauen lassen sollten, nebenbei zu den richtigen Zeitpunkten auch noch an der richtigen Stelle stehen müssen um angesprungen zu werden und zwischendurch muss man auch noch Schaden auf die Ketten bekommen.
Der Kampf hat zwei Schlüssel zum Sieg. Die ersten beiden Jumps der/des Berserker(s) müssen einfach treffen und bis dahin sollte jeder Movement skills beweisen um möglichst keine zusätzlichen Adds spawnen zu lassen, denn gerade frühe in der Phase hat man als DD noch ne Menge Zeit schaden auf die Ketten zu machen später wird das immer schwerer durch das vermehrte Kiten und Movement und gerade diese Chance sollte man am Anfang nicht leichtfertig verspielen. Zusätzlich erlegt man jedes Berserkeradd nach dem zweiten Sprung um den Druck vom Heiler und Tank zu nehmen, sollte es dann noch leben, dennoch macht man keinen Schaden vor dem zweiten Sprung auf das Add.

Eindeutig der beste Encounter in einer 5er Instanz den ich bisher in einem MMO erlebt habe. Wem der Encounter keinen Spass macht, der sollte am besten auch nicht raiden gehen, denn dort wird er dann nicht Glücklich. Blizzard ist es wie gesagt vor allem mit Venoxis und diesem Encounter, gelungen aus ZG eben eine 5er-Raidinstanz zu machen.

Fazit: Das neue ZG erneuert auf jeden Fall die Instanz angenehm und macht sie wieder wichtig und verleiht ihr Gewicht, was nur gut sein kann, und schafft es dennoch das nostalgische Erbe zu erhalten. Die alten Bosse und ihre leicht veränderten Kämpfe sind gut und sogar besser als die alten Encounter, die neuen Bossfights und diese welche radikal überarbeitet wurden sind ganz klar die Höhepunkte der Instanz: Venoxis, Zanzil, Jin’do. Einfach ganz großes Kino. Das classic ZG war damals ne revolutionäre Raidinstanz, so ein offenes Design hat Blizzard im ganzen Spiel bisher noch nicht wieder eingebaut.
Cataclysm ZG ist bislang die beste 5er Instanzformel die ich gesehen habe, sicher konnte man hier einiges Recyclen, aber es zeigt eindeutig wieviel Potenzial in einer solchen Instanz stecken kann.
Bitte in Zukunft mehr davon. AQ40 könnte durchaus eine 10er Überholung gebrauchen. Auch Dire-Maul Tribute-Run wäre sehr nice für ein neue 5er Heroic Auflage (nachdem DM und SFK) ja auch schon überarbeitet wurden, auch Magisters Terrace wäre als aktuelle Instanz nochmal cool.

Wertung:

Mittwoch, 25. Mai 2011

Zul’Aman (85, Cata) review

Cataclysm recycled die beiden Trollinstanzen Zul’Aman und Zul’Gurub. Ich habe jetzt beide Versionen ausreichend durchgespielt und gebe mal meinen Senf dazu ab.

Das Gebiet der Blutelfen ist durch das Erscheinen von Blackwing so wie es mir scheint nicht in Mitleidenschaft gezogen, somit hat sich rein optisch auch nicht das Geringste an der Instanz getan und jeder Stein ist noch genau an der Stelle an der er auch früher war.
Auch an den Encountern hat sich grundsätzlich nicht soviel getan. Von den 6 Bossen haben sich 4 nur insofern geändert, dass die Zahlen für 5 Spieler der Stufe 85 angepasst wurden und das man für Halazzi und Nalorakk keine zwei Tanks mehr wegen Blutungsdebuff oder Saberlash braucht.
Auch die Timedloot Option ist nach wie vor erhalten geblieben und bietet so Anreiz sich schnell, effizient und konzentriert durch die Instanz zu arbeiten. Gute Pickup Groups schaffen durchaus den dritten Timedloot und nehmen so die Option auf gute Zusatzloots mit Ausnahme des Bärenmounts mit (zumindest aus der Erfahrung aller Gruppen in denen ich war die mittels LFG-Tool zusammengestellt wurden).

Halazzi ist der erste Boss der etwas mehr Veränderung zu früher durchgemacht hat, denn er stellt jetzt Wasser-Totems auf, die dem Heiler und den Dmg-Castern einen unbegrenzten Manapool bescheren, was auch nötig ist, denn der Schaden auf Tank und Gruppe ist durchaus nicht zu verachten. Ob das Ding eine Enragemechanik hat kann ich nicht sagen, solange der Tank über vernünftiges Equip (und ohne kommt man eigentlich nicht in die Instanz) verfügt, dann ist der Kampf eigentlich ein Nobrainer. Der Boss war früher nicht umsonst erst #4 auf der Timedloot-Route. Der Kampf hat vom Schwierigkeitsgrad ordentlich Federn lassen müssen.

Der Hexlord ist um einiges entschärft worden, zum einen sind nun nur noch 2 statt 4 Adds vorhanden (sind ja auch nur noch 50% der Spieler) um die man sich auf die ein oder andere Art kümmern muss, zum anderen ist die Spiritbolt Phase IMHO durch den prozentual stark reduzierten Schaden wesentlich leichter wegzustecken, während früher direkt vor der genau getimed CCs erneuert und HoTs etc. gesetzt werden mussten um sie sicher zu überstehen auch war der group dmg debuff und der dmg Buff mit laufendem Kampf ein Problem. In der neuen Inkarnation ist das auch mit Low-Dpsern zu schaffen. Darüber hinaus war es bislang auch immer recht moderat welche Fähigkeiten der übernommenen Soul er wirklich auspackt. Die Highlights der „gemeinen“ Aktionen waren ein Priester-Fear und ein Leap of Faith wo er ein CCtes Add rangezogen hat, welches durch eventuelle AE effekte wie Thunderclap etc. evtl. gebrochen worden wäre, was jedoch durch schnelles umpositionieren locker gelöst werden konnte.

Drakara, der neue Zul’jin, hat sogar die gleiche Sprachausgabe. Den Kampf selber habe ich bisher in zwei Varianten erlebt. In der relativ lockeren Bear + Eagle Version und in der durchaus vor allem für den Heiler knochenharten Lynx + Dragonhawk Variante.



Fazit: Die Instanz hat nichts an ihrem Charm und ihrer Coolness eingebüßt. Wobei ich finde das insgesamt die Bosse zu sehr auf dem Rücken des Heilers ausgetragen wird. Als Tank ist die Instanz so durchwachsen. 4 Bosse sind simpelster Tank & Spank, das bisschen Movement kann man dabei unterschlagen. Der Endboss erfodert lediglich das clevere Zünden von Oh-Shit-Buttons und den Finger im richtigen Moment auf den Spott-Knopf hämmern. Der Trash ist dabei wesentlich anspruchsvoller als 5 der 6 Bosse, nur bei Janalai dreht die Instanz auf und es kommt (gefühlt etwas zu viel) Hektik auf: Zwischen den Bomben stehen, Massen von Adds Tanken, die dann auch noch in dummen Grüppchen kommen und auf nen blöden Breath aufpassen wobei sich das Ganze dann auch noch beliebig überlappt. Tanktechnisch stressiger als die komplette restliche Instanz zusammen.
Die DDs werden am wenigsten gefordert, es sei denn man versucht sich ernsthaft an den Timedloots, weswegen die meißten Gruppen auch genau hier versagen.
Insgesamt kein wirklicher Raid-Light sondern nur eine durchschnittlich schwere 5er Instanz die durch einen brauchbaren CC (Hex oder Sheep) ordentlich vereinfacht wird.

Wertung:

Montag, 23. Mai 2011

Home Sweet Home - back to WoW

Der Account ist reaktiviert und Cataclysm ist installiert. Ja richtig zurück im guten alten WoW. Diesmal jedoch wie zuletzt nicht als Einzelkämpfer sondern wieder mit Freunden im Schlepptau bzw. diesmal sogar umgekehrt.

Der Plan ist/war es einen Hordencharakter von 48 auf 85 zu hieven und ihn dann natürlich raidfähig auszustatten um dann die 10er Raids anzugehen.
Ob dieser Plan realisierbar ist? Ich habe keine Ahnung, befürchte aber, dass das Konzept auf wackligen Beinen steht.

Ansonsten macht mir das Spielen derzeit aber durchaus Spaß. Meine Def-Kriegerin macht mir so viel Spaß wie eh und je und nachdem die Level 69 Hürde genommen war und somit auch wieder mit dem 31ger Talent Shockwave gearbeitet werden konnte, hat sich das Tanken auch um einiges entspannt. Bis dahin war es teilweise recht schwer die Aggro bei Multimobs zu halten. Entweder es gab so wenig Schaden das der Wutbalken nicht voll war und dann logischerweise jemand Aggro zog und somit die Wut-netto-Bilanz noch schlechter ausfiel oder aber es gab durchaus ordentlich auf die Fresse und der Wutbalken war gut gefüllt, was das Problem aber nur geringfügig verbesserte, weil die beiden Skills Thunderclap mit 6 sec Cooldown (und gefühlt verringerter Aggro zu früher) und Cleave mit Cooldown trotz der neuen AE-Rend-Mechanik einfach zu wenig Tasten sind um gegen DDs mit hoher Aktivität anzutanken, zumal dazu ja noch das Problem der Übereifer kommt und da schon dicke Nukes fliegen während der Charge noch nicht mal am Ziel angekommen ist und der initialskill nunmal kein Thunderclap mehr ist sondern eben ein singletarget Rend – es ist schienbar sehr schwer für DDs mit dem Dmg 1,6 Sekunden zu warten. Das andere Problem ist das einige Klassen extrem früh mit durchaus effektivem AE versorgt werden, während andere Speccs viel viel zu lange warten müssen: Schattenpriester bis 74, Schurken bis 80 etc. Das führt dann dazu das man dann einer typischen Random-Dungeon Group recht oft in Situationen kommt wo man sowohl volle Aggro auf die gesamte Gruppe fahren muss, weil mindestens einer bombt, während mindestens ein anderer sich ein Ziel für Singletarget-Dmg raussucht, welches logischerweise nicht das Maintraget des Tanks ist (wäre ja auch schön blöd das hat schon etwas Leben verloren, man sucht sich selbstredend einen frischen am besten nahezu ungetankten Mob, der hat mehr Life und man verliert nicht soviel Dps) -.-

Aber wie gesagt mit Shockwave wird das viel entspannter. In den Outlands hat sich nahezu nichts verändert. Was aber aufällt ist, dass in Northrend Patch 4.0 seine Spuren hinterlassen hat und die Instanzdrops massig Stamina haben Stoffteile mit 91 Stamina schon im ersten Dungeon, das dumme daran ist, das es in den unteren Levelinstanzen keinen Tankloot gibt und auch mit den Questbelohnungen wird man massiv im Regen stehen gelassen. Während man als Prot locker durch classic, Outlands und Wrath spielen konnte, war das Itemizing in Wrath durch Questen einfach derart unterirdisch das es kaum zu beschreiben ist. Die defensiven Stats brechen gegen Ende brutal ein Rüstung, Dodge, Parry, Block einfach alles und obendrauf haben die Stoffträger durch ihr Levelequip mal locker 2k mehr Leben.
Dementsprechend übel und rüppig war auch der Einstieg in den Cataclysm content, mal abgesehen davon das man ca. 5 bis 6 mal solange auf ein Mob eindreschen musste um ihn zu bezwingen mutierte jeder Questmob zum Minibossfight. Nahezu jeder Cast musste geruppet werden, Pummel, Heroic Throw, Shockwave und Concussion Blow bei dem einzelnen Questmob. Am ende des Kampfes war man dann auf 10-15% seiner Lebenspunkte runter und konnte erstmal hochreggen, was zugegeben mit dem neuen 45k Regfood bei nur 18k Leben oder so wirklich verdammt schnell ging. Ein simples Add bei einer Quest zwang einen zu Schildwall, Schildblock und Co. Das ganze Oh-Shit-Button Repertoire das man so auf der Pfanne hatte und manchmal ende das ganze trotzdem im eignen Ableben.
Zum Glück besserte sich dies, denn nahezu jede Plattenquestbelohnung war auch ein Major-Upgrade und es gab erstaunliche viele Tankitems, welche man bei den hunderten von Belohnungen in Wrath an einer Hand abzählen kann (sofern es keine Dungeonquest war).
Das Powerlevel stieg wirklich Rapide an, während ich noch mit durchaus gutem Loot aus den Outlands gekommen war droppten meine Stats gegen Ende von Wrath und meinem Ding auf Level 80 auf 5% Parry und 7% Dodge.
Kurz vorm Ding zu 81 und der Geduldsprobe zu Anfang war das Questen aber wirklich Bombe. Das Questzeug hatte mir 20% Parry, 20% Dodge mit passablen Blockwerten und auch angenehmer Dps gebracht und auch die Lebenspunkte waren schon an meinen Stoffkollegen vorbei. Aufgrund der nur 5 Level und dem geringen Itemlevel Zuwachs des Levelzeugs während dieser Zeit gab es von dort mit jedem Ding dann aber schon wieder Entwertung, denn das Gear konnte nicht so schnell zulegen wie der Verfall, was aber auch logisch war, denn das waren IC-Endgame-Tankstats.

Das gearing in den 85ger Dungeons und Heroics macht doch einiges Spaß. Während mittels eines Lederhelms sowie zwei günstiger Käufe im AH mein Tankgear nach nur einem 85ger normal Dungeon Heroic-Rdy war, brauchte es doch durchaus einige runs und einige Verzweifelungstaten um das Itemlevel auf 346 zu pushen um damit ZA und ZG zu gehen. (Mehr zu den beiden Instanz im nächsten Eintrag)

Momentan hat sich mein Equip recht solide verbessert. Selfbuffed (also nur Str & Agi Shout) komme ich auf ~29% Parry+Dodge. In 5er Instanzen je nach Buffsituation sind 163k bis 188k Life drin. An blauem Heroic Equip bin ich derzeit quasi Best in Slot, nur die Bosse in ZA und ZG haben sich bisher standhaft geweigert Loot rauszurücken. Hier gibt es sicher auf so einigen Slots noch upgrades (wenn auch nichts Weltbewegendes).

Freitag, 6. Mai 2011

Projekt Rift eingestampft

Der Vorhang ist gefallen, der Schlussakkord gespielt und verklungen. Nach dem Gratismonat hat Trion es geschafft mich genau einen Extramonat im Spiel zu halten.

War das ganze Rückwirkend betrachtet eine Zeitverschwendung? Ich denke nein, ich hatte meinen Spaß und ich würd es sicher auch wieder machen, diesmal dann vermutlich jedoch mit etwas anderen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen.

Was ist letztendlich falsch gelaufen, wenn ein Spiel das eigentlich dafür designed sein sollte die Spieler möglichst lange am Tropf zu haben, mich nun schon so früh verliert?
Die Spieler bzw. die Community von Spross-Passage ist passiert. Natürlich hat es Trion mir nicht leicht gemacht bisweilen das Game zu mögen, zu dumm und unkreativ Teilweise die Lösungen für einige Probleme, zu wenig Perspektive für die eigne Nische mit der man sich angefreundet und arrangiert hatte. Dennoch auch wenn ich das Anfangs nie gedacht hätte, war es letztendlich eben die Community, die mir das Spiel verleidet hat.

Ok effektiv kenn ich das Raidgame nur aus WoW. In D4O hat es sowas nicht gegeben und das war in wirklich grauer Vorzeit und andere Spiele kenn ich quasi nicht genau um einen Vergleich zu ziehen weil ich die nur in der Beta gezockt habe oder im Fall von LotRO nur so vor mich hingedaddelt.
Aber in WoW seinerzeit sowohl bei unserem Serverneustart zu Burning Crusade auf einem ganz frischen Server als auch unsere extrem spät gegründeten BC-Allianzgilde auf Thrall, beide mal habe ich so etwas wie hier nicht erlebt. Machen wir uns nichts vor unser Retribute-Allianz Ableger zu BC und Anfang WotLK war auf den ersten Blick keine besondere Gilde. Wir waren eine kleine und familiäre Gilde mit gutem Klima, aber ziemlich verschlossen, was aber außenstehende nicht sehen und wissen konnten und bisweilen sogar mit Arroganz verwechselten.
Dennoch haben wir es damit geschafft ein ordentliches Recruitment aufzuziehen und konnten weit mehr Bewerber ablehnen, als wir aufgenommen haben.

Aber in Rift ging einfach nichts. Das offizielle Forum ist mehr als nur schwach besucht außer “kümmerlich“ fällt mir kein anderes Wort ein um das Forum zu beschrieben. Überhaupt scheint das Spiel insgesamt eine Forums und Schreibfaule Community magisch angezogen zu haben. Diese sagen wir einmal große Leere erweitert sich dann in den Recruitment-Threads der Gilden zur reinsten Entropie. Dies setzt sich dann auch nahtlos auf den Gildenseiten selber fort.

Allein dies zwang uns schon dazu Dinge zu tun, die wir nie machen wollte und nie gedacht hätte das wir sie mal tun würden wie z.B. halbstündlicher Recruitment-Spam im /Stufe 50 Channel, Verzichten auf jegliche schriftliche Bewerbung, TS-Bewerbungsgespräche während eines Progressionraids, Raiden in einer Raidallianz bei der die andere Gilde nur 10-20% des Raids stellt, nahezu jedem derbe auf den Sack geht und man sich nach dem Raid vor eben diesen 2 mageren Helden für den noch so trivialsten Scheiss rechtfertigen muss, Frisch aufgenommene Spieler fragen ob sie noch irgendwie nur entfernt raidfähiges Menschenmaterial in der Friendslist haben und noch so einiges mehr.
Ihr seht die Verzweiflung war groß und hat die Gildenleitung wirklich zum Äußersten getrieben und dennoch war der Erfolg neue Leute und volle Raids zu bekommen unterirdisch und das als Raidgilde #2 des Servers mit nur einem lächerlich einfachen Bosskill Rückstand der nur nicht down ging, weil wir quasi während unser gesamten Raidzeit nur zwei Abende einen vollen Raid hatten und Zeit nun einmal endlich ist und deswegen einfach noch nicht bei ihm vorbeigeschaut hatten, dafür hatten wir den Endboss Greenscale immerhin schon auf 23% und somit in der letzten Phase (mit nicht vollem Raid – wie üblich).

Das Ganze war reinste Sisyphusarbeit. Denn zusätzlich zu den Schwirigkeiten beim ranschaffen neuer Raider hatten wir ja noch zusätzlich das “ausbluten“, denn für ein neues Member hatte man Zeitweise das Gefühl hatte man gleich wieder 2 Quitter. Der Stein kam nie richtig ins Rollen.
Wie gesagt es war hart und die Resonanz auf unsere Bemühungen waren extrem spärlich. Alle paar Tage gabs dann doch mal ein Whisper, der in 90% der Fälle aber folgenden Inhalt hatte: “nee ich will euch nicht joinen, ich will in meiner 3 Mann-Reallifefreunde-Gilde bleiben, ich will nur so bei euch mitlaufen und looten, geht doch klar oder!?!“

Als wäre das immer noch nicht alles genug gewesen und mehr als man als Gildenleiter vertragen kann, wurde all dies noch damit schon gewürzt und aufgepeppt, das man nach dem Login von mindestens 4 bis 6 Leuten gefragt wurde, wann denn jetzt diese und jene Aktion endlich steigt und “wann man den jetzt endlich so richtig raiden geht, mit vollem Kader und so?!?, wobei jeder der sein Hirn zusammen mit seinem Rechner zusammen gebootet hätte sich das Ganze an einer Hand hätte abklabastern können.

Die Würfel sind gefallen, was jetzt kommt, dazu im nächsten Eintrag mehr.

Freitag, 29. April 2011

Rift – Raiden mit angezogener Handbremse

Wir sind noch da, wir sind noch im Raidgeschäft, allerdings gestaltet sich das doch alles sehr mühsam. Das Hauptproblem das uns nach wie vor am meisten lahmlegt und davon abhält uns (endlich) an die Spitze der Raidgilden auf Spross-Passage zu setzten sind extrem späte Raidstarts aufgrund von Membermangel gepaart mit nicht einmal dann vollständigen Raids. Quasi ist jeder Boss automatisch im Hardmode, weil wir in Unterzahl die nötige Heilung und oder Dps aufbringen müssen. Da auch unser Member mit unterschiedlichem Skill, Zeit und Dropluck gesegnet sind, gibt es auch immer noch bisweilen jemand der entweder unter seinen eignen Möglichkeiten bzw. dem durchschnittlichen Level des Raids operiert.
Ja, ich gebe es zu hier muss auch von den Offis und einigen Topperformern noch etwas Arbeit geleistet werden, um das Niveau insgesamt noch etwas weiter zu heben und es uns somit einfacher bzw. überhaupt möglich zu machen die nötige Performance zu bringen – auch in Unterzahl.
Dennoch geht es weiter vorwärts, denn mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. 4 von 5 Bossen im ersten Raiddungeon liegen jetzt und die ersten 3 sind definitiv Farmstatus. Der vierte Boss ist durchaus anspruchsvoller und macht es unserem Raidsetup recht schwer, so dass er eigentlich fast nur in Idealbesetzung (lies: einem Vollen Raid mit genügend Heilern) zu legen ist.^^
Auch den erste Boss der zweiten Raidinstanz die mit Patch 1.1 eingeführt wurde, konnten wir inzwischen auf Teppich umskillen, was bei unserer zu knappen Personaldecke, durchaus für die Qualität unseres Raids und unserer Member spricht.

Ich hoffe das wir für Sonntag einen vollständigen Raid auf die Beine stellen können, auch wenn es sicher kein ganz leichtes Unterfangen sein dürfte, so gehe ich davon aus, dass wir Greenscale wirklich legen können wenn wir 2 bis 3 Stunden Zeit haben um uns den Encounter zu erarbeiten.
Vielleicht gibt das unserer Rekrutierung noch einmal neuen Wind… obwohl… ehrlich gesagt bezweifel ich es stark. Irgendwie ist die Community in dem Spiel oder zumindest auf unserem Server recht merkwürdig und sehr eigen. Keine Ahnung ob es an dem gefühlt hohen Anteil ex-DAoC Spielern im Game oder unserem Server liegt, die mit WoW gefärbtem PvE nichts anfangen können und dazu keinen Zugang haben oder an… weisichwas?!?
Ich weiß nur das in WoW die ein zwei Topraidgilden des Servers durchaus volle Bewerbunsgthreads hatten, dass das nicht nur die Creme de la Crem war ist mir auch klar, aber immerhin hatte man Auswahl und hatte einen vollen Kader, so man denn gewollt hätte.

Wir rennen aber den Membern schon fast hinterher. Wer halbwegs passables Gear hat und dazu über Zeit und Lust zum Raiden verfügt, der bekommt immerhin ne Probezeit angeboten und kann sich beweisen.
Aber alles was du hier kriegst sind Anfragen a la „Kann ich bei euch mitraiden, aber ich will auf keinen Fall meine jetzige Gilde verlassen!?!“ wenn ich sowas nochmal lesen muss dann krieg ich die Motten, ich frage mich wie verfickt heiss muss jemand gebadet worden sein, das er überhaupt nur auf die Idee kommt so ne Frage zu stellen. Ich habe fertig.

Dienstag, 19. April 2011

Rift - Achterbahn der Gefühle

Der Freimonat ist vorbei und teilweise kommt einem Sanctum doch schon zur Primetime ein wenig verwaist vor. Natürlich laufen da noch Leute rum, aber es ist nicht mehr die brummende Metropole des Freimonats oder gar des Headstarts, der keiner war.
Wenn ich in ein Dictionary schau dann steht da unter headstart: der Vorsprung. Der Rift Headstart war aber keiner, weil es Niemanden gab, vor dem man einen Vorsprung haben könnte, denn durch die Serverpolitik die da gefahren wurde, ist der Headstart einfach nur ein verfrühter Release gewesen, der zugegeben das Problem mit den Login & Accountservern zum Start ein wenig entzerrt hat. Aber da man zum offiziellen Release nochmal einen ganzen Schwung Server spendiert hat, sind die Nachzügler aka nicht-Headstarter einfach primär auf andere Server geflossen, was jetzt auch ein zusätzliches Problem darstellt. Ich spiele ja auf Spross-Passage einer von 2 Headtsart-PvE Servern, welcher aber sicher durch seinen unattraktiven Namen gegenüber Brutwacht vermutlich sowieso schon (ein klein wenig) schlechter besucht ist, jedoch hatten wir während des Freimonats oder zumindest die ersten 3 ½ Wochen ab Nachmittags bis in den späten Abend eine „hohe bis volle“ Auslastung. Inzwischen erreicht der Server zur Prime-Time maximal ein „Mittel“ bisweilen, aber nicht einmal mehr das. Aber Trion versucht die Medienblase möglichst lange nicht platzen zu lassen, weil natürlich immer ein schlechter Wind mit weht, wenn man so früh zugeben muss das sich der Hype und die Euphorie des Freimonats samt der Userzahlen sich ebenso schnell verdrückt haben wie Arbeitslose in der Spargelzeit.
Das man damit aber effektiv noch weitere Kunden verliert, weil ein Bevölkerungsarmer Server weitere erhebliche Nachteile für die User mitbringt sieht man aber scheinbar nicht, oder wie ich eher vermute will sie nicht sehen.

Dennoch bin ich noch an Bord, nachdem der erste Ärger über Patch 1.1 verflogen war und man sich ein wenig zähneknirschend an die neue Weltordnung gewöhnt und mit ihr arrangiert hatte und die halbgaren Patchnotes verdaut hatte in denen mehr verschwiegen als erwähnt wurde, besann ich mich und verlängerten mein Abo, diesmal jedoch nur in der Monats-Taktung statt wie zuvor in der Quartalstaktung.
Cleverer Schachzug seitens Trion? – Nicht wirklich. Auch wenn Trion jetzt nicht mehr 3 Monate zum günstigen Early Adopters Preis liefern muss, müssen sie sich nach wie vor anstrengen mich auch noch 3 Bezahlmonate im Game zu halten. Das Abo ist hier noch lange kein no-brainer wie es Seinerzeit über 5 Jahre bei Blizzards WoW gewesen ist, geben Trions Entwickler sich doch derzeit wirklich alle Mühe… das Game irgendwie vor die Wand zu fahren. Hinzu kommt noch die persönliche Komponente die es einem nicht leicht macht und das Abonnement so von Monat zu Monat bei mir auf den Prüfstand stellt.

Das Spiel gleicht einem derben Rollercoaster Ride, einer waschechten Achterbahn der Gefühle. Den einen Tag prügelt man sich reibungslos und im Rekordtempo durch ne schwere 5er Instanz und ist derbe geflasht wie das Game „flowt“ um am nächsten Tag nach einem kleinen „Hotfix Patch“ – bekommt man in der Instanz durch eindeutige Bugs derbe den Hintern aufgerissen. Das Game wirkt im ersten Moment wirklich ziemlich umfassend und fertig, aber am Levelcap, wenn man im Endgamecontent mitmischen will offenbart sich einem viel zu oft die vielen Lücken und Kanten und das das Game in diesem Bereich noch sehr roh und unfertig ist. Das Problem dabei ist, dass es auf den Spielspass drückt und sich immer wieder zu sagen „andere Spiele hatten früher auch Startschwierigkeiten“ ist halt nur begrenzt zweckdienlich denn es bringt zwei Fundamentale Probleme mit sich:
Erstens die Entwickler bei Trion lassen derzeit größtenteils die nötige Transparenz vermissen, so dass man sich nicht sicher ist ob das was einen Stört als Fehler erkannt wurde und verbessert wird, oder ob es in ihren Augen eben genau so sein soll und nicht anders. Ohne Perspektive, fällt das ausharren sehr schwer.
Und noch viel wichtiger Zweitens. „Don’t live in the past!“ Auch wenn Fanboiz es gerne anders sehen, ein Produkt muss sich seinen Mitbewerbern stellen und jetzt kommt der Knackpunkt zum heutigen Zeitpunkt. Es interessiert mich (und vermutlich hunderttausende von 08/15 Usern) nicht ob heute in 2011 Produkt X genauso unbrauchbar ist wie Produkt Y in 2005, vor allem, wenn beide Produkte mich die gleiche Kohle kosten und Produkt Y inzwischen enorm verbessert wurde.

Zu diesen ganzen Widrigkeiten addiert sich dann noch die persönlichen Situation des „gestrandeten“ und auf dem „trocken sitzenden“ Raiders, das man trotz vergeblicher Mühe und besten Absichten, zur Untätigkeit verdammt ist und man auch wenn es sich noch so sehr wünscht das Meerwasser nunmal nicht trinken kann – wenn ihr versteht was ich meine.
Aber wie man das Spiel letztlich erlebt wird hauptsächlich durch den eigenen Blickwinkel geprägt. Wenn man so wie ich das bisher getan habe gerne Raiden würde, aber eben zur jenen Untätigkeit verdammt ist, dann werden die vielen Fehler einem nur um so offensichtlicher Aufgezeigt, wenn man es jedoch endlich schafft auch wenn es mit biegen und brechen war eben jenen ersehnten Raid auf die Beine zu stellen und damit auch erfolgreich zu sein, dann ändert sich der Blickwinkel und man nimmt bestimmte Dinge nicht mehr so deutlich war und sie verschwinden im Hintergrund. Eben die gute alte „ist das Glas halbvoll oder halbleer“ Sache.
So kann ich nun durchaus stolz und erleichtert sagen:
Retribute raidet endlich!
Innerhalb von zweit Tagen haben wir es geschafft die ersten 3 Bosse zu legen und damit aus dem Nichts an Rang #3 auf unserem Server zu platzieren und wenn ich das richtig überblicke auf Rang #11 in Deutschland (ja ich weiß, der Anspruch des Contents ist nicht wirklich gegeben, wenn man in 6 Raidstunden, soviel Content aufholen kann), dennoch eine Leistung wie ich finde, in Relation zu unserer Serverkonkurrenz die schon seit über 3 Wochen raidet und alleine ihr Sonntagsraid 8 Raidstunden umfasst, komm ich nicht umhin, das ein leichtes lächeln meine Mundfalten umspielt. ;)
Wenn wir es auch weiterhin schaffen regelmäßig einen funktionierenden Raid aufzustellen, dann kann ich mir vorstellen Rift noch eine Weile erhalten zu bleiben.

Dienstag, 5. April 2011

Sucker Punch – Review

Ich hatte bislang zu dem Film keinen Trailer, keine Berichte, keinen Kritiken rein Gar nichts außer einem Pappaufsteller gesehen, und hatte mal irgendwo gehört das Sucker Punch eine Art „Alice im Wunderland mit High Heels und Waffen“ wäre.
Ich war also so gut wie unvorbelastet als ich mich in den Kinosessel fallen ließ und mir war schon klar das mich hier eine hanebüchene Story und ein CGI Effektfeuerwerk erwarten würde und tauschte vorsichtshalber mein Gehirn gegen eine Tüte Popcorn ein, was sich auch als durchaus findiger Schachzug herausstellen sollte.
Unabhängig von dem was Zack Snyder, dessen 300 und vor allem Watchmen mir wirklich extrem gut gefallen haben so über den Film kolportierte, wie er zu sehen oder zu interpretieren sei, ist das alles verschwurbelter Quark.
Sucker Punch ist Guilty Pleasure und Exploitation Kino, dessen größte Leistung es ist einen solchen Film der quasi aus knapp bekleideten Mädchen mit dicken Wummen und Schwertern besteht als PG-13 abzufeiern, in Deutschlands hat es für eine USK 12 scheinbar nicht ganz gereicht.
Die kurze Zusammenfassung weiter oben trifft den Nagel schon ziemlich auf den Kopf, nur das Snyders Sucker Punch die Tiefe und auch die Ideen von Carroll’s Original fehlen.
Demjenigen jedoch dem es gelingt die Story zu vergessen, zu ignorieren das der Regisseur meint er würde eine irgendwie wichtige Botschaft vermitteln und dem die zum Glück kurzen aber schlechten Dialoge nicht abschrecken ebenso wie die immer wieder weinenden Mädchen, überhaupt hat der Film einfach zu viele weinende Mädchen die dann im nächsten Moment wieder mit versteinerter emotionsloser Miene Ärsche treten. Also wer das alles ausblenden kann, der bekommt einige kurzweilige Actionsequenzen geboten, die alle OK, aber nicht großartig sind und denen man auch einen gewissen coolness-Faktor nicht gänzlich absprechen kann, ohne wahrhaft originell zu sein. Das Problem ist IMHO, das der Spannungsbogen der Actionsequenzen falsch verläuft, so hat der Film mit seinen ersten beiden Szenen (Samurais & Steampunk WW I) eindeutig seinen Höhepunkt, während sie dann zunehmend an Fahrt und Action verlieren. Vermutlich auch, weil die Mädels sich im Godmode ohne eine einzige Schweißperle und ohne Kratzer durch die „Levels“ prügeln nachdem sie ein Missionbriefing in zwei Sätzen bekommen haben.

War die Story dünner als Blümchenkaffe? Jopp! Waren die Charaktere zweidimensionale Pin-up Poster? Ja-haa! Hat der Film Schamlos Bilder und Szenen gestohlen? Aber sicher doch! Hatte ich einen vergnüglichen Kinoabend? Ja logen!


Der Film macht eindeutig einiges falsch, denn aus dem Stoff bzw. der Situation hätte man sicher wesentlich mehr herausholen können. Aber anstatt die Seelen und Gefühlswelt der Protagonistin und ihrer Weggefährtinnen zu erforschen und zu beleuchten, wieso sie sich gerade solche wilden Gewaltphantasien ausmalt um sich aus ihrem Martyrium zu befreien, wird sich damit nicht aufgehalten und man hechelt nur eine Actionszene nach der anderen ab. Auch verstehe ich den ersten Traumlayer schon nicht, weil der IMHO eher schrecklicher als die Wirklichkeit ist, aber seis drum. Bis zum Ende der Geschichte und deren Auflösung, welche wenig überrascht da sie schon mit dem Holzhammer im ersten Viertel des Films „angedeutet“ wird, plätschert die Handlung an einem vorbei, da einem die Figuren wirklich egal sind und Snyder sich auch nicht ansatzweise die Mühe macht die spinnfadendünnen Handlungsstränge miteinander zu verweben oder gar Intimität zwischen den Personen der Gesichte zu erschaffen.
Aber es gibt bis dahin nette Bilder und CGI-Effekte mit etwas zu vielen SlowMo-Effekten zu sehen und dazu gibt’s eine gute Musikauswahl (die aber scheinbar auch sehr polarisiert) auf die Lauscher und so gleichen die Actionszenen manchmal eher einem Musikvideo entsprungen denn einem Actionfilm. Aber alleine dadurch das Björks „Army of Me“ im Film derbe gefeatured wird, hat er bei mir einfach schon einige Pluspunkte gewonnen.

Tja das ganze liest sich wie ein Verriss, ist es aber nicht wirklich. Wie gesagt ich habe mich unterhalten gefühlt und nicht um den Preis meines Kinotickets betrogen. Der Film ist wie eingangs beschrieben eben ein Guilty Pleasure.
Aber der Film sorgt bei mir noch auf anderer Ebene für Erheiterung. Als das Licht im Kino anging und die Credits über die Leinwand rollten war der Kommentar von zwei Kinogängern hinter mir:

Kinogänger hinter mir zu seinem Kumpel: Alda! Der war schon ganz schön geil, aber auch ziemlich kompliziert und komplex.

Mein Kumpel zu mir: …Der ist jetzt schon schwer in einzuordnen

Ich *mit lachtränen in den Augen*: Wenn ich dir ne Pornozeitung gebe, wo ich am Anfang und Ende jeweils `ne Seite von Nathan der Weise dranklebe – ist das dann auch schwer einzuordnen?!?


An dieser Stelle sein noch zwei weite Quellen empfohlen um mal zu sehen wie derbe man doch bei dem Thema an den jeweils äußeren Enden der Bewertungsskala stehen kann:
Hier die Film-Freunde in Rage und jemand der versucht einen tieferen verschwurbelten Sinn zu finden. Prädikat unerthaltsam ;)

Freitag, 1. April 2011

Rift – Patch 1.1: Devs packen den Wrecking Ball aus!

Patch 1.1 ist nun Live und die Änderungen sind sagen wir großer Rot… ähm… umfassend. Die Entwickler haben wirklich einen außerordentlichen Job gemacht und haben kein Stein auf dem anderen gelassen.
Es war offensichtlich, dass es erhebliche Balanceprobleme gab. Einige Souls bzw. Speccs haben wirklich ordentlichen Schaden produziert, evtl. auch zu viel Schaden. Mit sehr sorgfältig und fein verlesenem Gear bestehend aus T1/T2 Drops und Markenwaren sowie dem ein oder anderem Crafting-Item war es für einige Kriegerseelen durchaus möglich 1300 bis 1500 DPS sustained an der Bosspuppe zu fahren (inkl. Bardensupport). Saboteure konnten immerhin unter gleichen Bedingungen Singletarget 800-900 DPS abliefern und dafür in AE-Situationen am Krieger vorbeiziehen.
Andere Souls waren dazu nicht in der Lage bei 400 bis 450 DPS war einfach Schicht, egal wie ausgefeilt die Skillung, wie gut das Equip, wie stark der Support oder perfekt die Skillrota war: 450 DPS war das Limit.


Wie oben bereits beschrieben, ist dies eindeutig ein Missstand und eine Schieflage der DPS-Speccs des Spiels. Nun gibt es zwei Möglichkeiten die man ergreifen kann um das Problem anzupacken.
Nr.1: Man senkt die DPS der Speccs soweit ab, dass sie eine vertretbare Menge an DPS erzeugen und versucht die anderen Speccs soweit anzuheben, dass sie ebenfalls diese gewählte Marke erreichen.
Nr.2: Man demontiert alle „außreißer-Skillungen“ soweit, dass sie exakt auf das Niveau der anderen Skillungen angeglichen sind.

Nr.1 hätte eventuell dazu geführt, das man Krieger in Singletarget Situationen auf ebenfalls 900 DPS reduziert hätte, was verständlich wäre, für die Spieler dieser Specc aber auch schon durchaus schmerzlich gewesen wäre, aber eben zu verstehen. Im gleichen Zuge hätte man einfach nur dafür sorgen müssen, das die AE Fähigkeiten des Saboteurs auf ein vernünftiges Maß reduziert würden, denn die Single Traget DPS war IMHO durchaus ok. Und man hätte durchaus Arbeit gehabt die anderen PvE Speccs eben insofern anzuheben das sie sich +-5% an eben jene 900 DPS Singletraget DPS annähern.

Nr.2 führt dazu das Leute die sich mit dem Spiel auseinander gesetzt haben, evtl. ihr Equip entsprechend abgestimmt haben und nach der passenden Rotation gesucht und diese geübt haben das diesen im Schnitt 60%+ ihres Schadens genommen wird. Das sind Veränderungen die man auch ohne Combatlog sofort spürt und man auf einen Stand zurückgeworfen wird das man mit vollem T2 Equip weniger Schaden macht als man frisch mit grün blauem Equip Maxlevel 50 „gedingt“ hat. Das ist eine durchaus demotivierende Situation die wohl den überwiegenden Teil aller DPS Krieger und auch DPS Schurken schwer trifft. Bei Trion hat man sich (leider) für den schnelleren und leichteren Weg entschieden – also Für Variante #2. [Ironie]Wie überaus unerwartet[/Ironie]. Ob das langfristig die bessere Variante war wird sich noch herausstellen. Denn der Patch 1.1 scheint wirklich ein weitreichender Paradigmenwechsel zu sein, der wie gesagt nahezu kein Stein mehr auf dem anderen lässt.

Nicht nur der Schaden wurde radikal zusammengestutzt, auch die Supporter Speccs und ihre Heilung wurde angegangen und in der Regel wurde an zwei Stellschrauben gedreht und sowohl die Anzahl der Ziele halbiert wie auch der eigentliche Healoutput pro Ziel reduziert, was beim Barden u.a. auch zu verringerter DPS führte, obwohl er auch vor dem Patch sich eher zwischen 200 und 300 DPS bewegte, mit der Tendenz zur 200, wenn die Spielweise auf maximalen Support anstatt auf DPS ausgerichtet war.
Die Gesamten Auswirkungen sind für mich bis jetzt noch gar nicht abzusehen, zu umfassend und Komplex wurde dort in allen Bereichen herum gewurschtelt und umgestellt.
Auch Heiler und Tanks sind betroffen, wobei sie anscheinend noch am glimpflichsten aus der Sache herausgekommen sind. Obwohl unser MT berichtet das obwohl sich nominell an den Prozentenvon Blockchance und Avoidance nichts getan hat, er signifikant weniger blockt.

Aber es ist wirklich frustrierend, ich meine ich habe eine 32 Ranger 32 MM, 2 Sin Skillung die ich nur hin und wieder zum Questen raushole (die aber eigentlich für Instanz DPS gedacht war), aber ich bekomme auch mit der an der Puppe mit DPS-Pet, Stationärem 10% Dmg-Buff, Selfbuffed (ohne Barde) und mit ordentlicher Rota nur 450 DPS hin und ich habe das beste Schurkenequip das man derzeit ohne Raids tragen kann, mit vielleicht minimalen Schwächen im Planar-Focus Bereich (aber das sind auch nur Kommawerte). Ein Kleri hat mir gestern Abend erzählt er kann in Healspecc an der Bosspuppe 350 DPS fahren.
Ich meine das ist doch deprimierend und ganz ganz großer Bullshit!

Naja ich bin primär Barde und immer noch vergleichsweise gut weggekommen, dennoch ist mein Spielspaß auf dem Tiefpunkt. Denn es ist ein Teamspiel, wenn die anderen demotiviert und generfed sind und die Performance nicht stimmt dann kommt ein Supporter auch nicht weit.

Ich meine wir waren gestern und mit unserer Stammgruppe Deepstrike Mines. Inzwischen haben wir uns diese Instanz erarbeitet und haben sie auch schon einige Male leer gemacht. Zuletzt vor dem Patch waren wir mit unser 5er Gruppe bestehend aus: 1 Warri-Tank, 1 Dps-Warri, 1 Sabo-Schurke, 1 Barden-Schurke, 1 Heal-Kleri in der Lage die Instanz in knapp unter 60 Minuten zu clearen.
inkl. dem quasi Speed Achievment Rainbow.. irgendwas bei Gatekeeper Kaleida, bei dem man den Boss bezwingen und er seinen Elementar-Attunement-Zyklus nicht öfter als zweimal durchlaufen haben darf.
Man könnte also sagen, wir waren eingespielt, der Schaden war ok (waren aber noch ein gutes Stück enfernt davon das Speed-Run Achievment für die Instanz zu bekommen), kurzum man kann sagen die Instanz war auf: Farmstatus.

Wir also am Patchtag auf in die Deepstrike Mines und schon auf dem Weg zum und nach dem ersten Boss gab es schon Wipes, an Trashgruppen die wir genauso vorher locker bezwungen haben. Die Kämpfe dauerten länger, es kam schon eine Ecke mehr Schaden auf den Tank, und der Heiler und ich hatten ordentlich Probleme den Tank am Leben zu halten. Das war uns auch am ersten Boss schon aufgefallen, das waren Teilweise extrem knappe Momente gewesen.

Aber der Gute Gregori verhinderte unser weiteres Vorankommen. Auch mit den ärgsten Bemühungen waren wir nicht in der Lage die erste Immunity Phase zu überleben. Grund des Übels der Death Blast welcher interruptet werden sollte wurde in der Immunityphase nicht abgebrochen und konnte auch nicht gerupptet werden, Unser Tank steckte dermaßen viel Schaden ein das wir mit Healer und Supporter auch mittels Zünden aller uns gebotener Cooldowns das Ruder nicht wieder rumreißen konnten – WHAT THE FUCK!!?!!

Ich meine nicht nur das sie scheinbar mal wieder einen Fehler eingebaut haben, wo vorher keiner war, aber wieso haben wir solche verdammten Probleme in einer Instanz die wir uns wirklich erspielt haben mit voll gepimpten T2 Equip, so daß jeder von uns eigentlich nur noch Upgrades im Raidcontent looten kann.
Welcher Vollidiot macht sowas, Ich meine Testet das keiner? Denkt da WIRKLICH NIEMAND einmal nach?!?
Braucht eine Gruppe jetzt volles Tier 3 Raidgear um eine T2 Instanz zu clearen wenn sie bei Fehlerfreiem Spiel nicht an einem single Trashpull wipen mag? Ich mein ja nur?!? Wäre ja mal schön zu wissen, oder?!?.
Ich war bislang in meinem jungendlichen Leichtsinn davon ausgegangen, dass man mit einem gut zusammengestellten Gear auf T1 Niveau eine Tier 2 Instanz clearen können sollte, ansonsten wäre den Entwicklern das Konzept von Stufen und Treppen noch einmal genau zu erläutern, ich meine kann ja passieren, so eine Treppe ist wirklich schon arg komplex oder?!? Ich meine die meisten brauchen wirklich Jahre um das Konzept zu verstehen. Hand aufs Herz, wie lange habt ihr gebraucht den Sinn hinter Stufen zu verstehen?
- GENAU! Das geht nicht mal eben. Unter einem Hochschulstudium geht das gar nichts!

Was ich einfach nicht begreifen kann ist folgendes, haben die Entwickler nicht verstanden, dass solche derben Nerfes sicherlich eine Möglichkeit sind Problem in der Mechanik des Spiels zu ändern, aber das man sich in einem MMORPG nicht in einem Luftleeren Raum befindt? Da gibt es Spiler, Kunden, die Leute die am Ende des Tages dafür verantwortlich sind die Kohle abzudrücken die dein Brötchengeber dir am Ende des Monats mit dem Gehaltscheck über den Tisch schiebt.
Massive Nerfes haben defacto nachgewiesen einen negativen psychischen Effekt. Ich denke jeder kann nachvollziehen: ich kann entweder die guten Spieler dafür bestrafen das sie gut sind und sie zwanghaft auf ein niederes Niveau drücken oder aber ich kann die schlechten Spieler fördern das sie auch bei den anderen ankommen. Nun die Masterfrage – in welchem Szenario sind insgesamt mehr Leute Zufrieden und Glücklich?

Ich hoffe nur das Trion dafür von den Usern die Quittung bekommt und ein ordentlicher Batzen der Spieler das Spiel verlässt und ihnen somit ein ganzer Batzen Ca$h flöten geht. Whine Threads im Forum helfen nur begrenzt, wenn die Leute weiterhin brav jeden Monat meine Kohle abbuchen können.
Ich bin nur froh das sie jetzt mit dem Mist um die Ecke kamen. So konnte ich noch während des Freimonats mein bereits eingestelltes 3-Monats-Abbo kündigen. Jetzt hat Trion noch ein paar Tage Zeit bis es ausläuft, das ganz wenigstens wieder etwas in Perspektive zu rücken und ich schau mal ob die Community dennoch hier und da eine Skillung findet die aus diesem Jammertal herausfindet.
Wenn Ja, sehr schön dann seht ihr für den nächsten Monat (EINEN) von mir Kohle.
Wenn Nein, dann C’est la vie – war schön solange es dauerte und Schade das man alles verschlimmbessern musste.